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Gay
- Segeltörn
durch die kleinen Antillen,
Windward Islands 2 Wochen ab 28.Januar bis 11. Februar 2012 Es gibt wohl auf
der ganzen Welt kaum ein Reiseziel, das so viel Abwechslung, landschaftliche und
kulturelle Vielfalt bietet und besonders für Segler einen solchen Wohlklang hat
wie die Karibik - die kleinen Antillen. Zu unseren Zeiten sind Hurrikans nicht mehr möglich,
Teilnehmer: Sicherheit: Törnpreis: Nebenkosten: An- und Rückreise mit Air France:
Neu, kein Flughafenwechsel in Paris. (alles
Ortszeiten) Verlängerung auf Martinique: Ein Tagebuch eines Crewmitgliedes vom Karibiktörn im Jahr 2002 klick hier Allgemeines Mitnehmen: Es genügt leichte Sommerbekleidung, jedoch gehört auf
einen Segeltörn immer ein warmer Pullover und ein wasserdichter Regenschutz.
Regenfälle kommen zwischendurch vor, jedoch nur für ganz kurze Zeit, danach
scheint die Sonne bereits wieder. Diese Regeneinlagen kann man in der Badehose
durchstehen, noch besser ohne. Wichtig ist Sonnencreme mit einem hohen
Schutzfaktor. Leider schleppen die meisten Teilnehmer viel zu viel mit und ärgern
sich nachträglich. (Segelausrüstung brauchst du nicht zu kaufen.)
Karibische Impressionen
Natürlich darfst Du mich
auch gleich selber anrufen: +41 (0) 44 975 29 42 Virgin Islands (zur Zeit nichts geplant) Über 60 Inseln bilden den Archipel der „British Virgin Islands“, ein traumhaftes Revier für Segler und Wasserenthusiasten. Der Passat weht beständig und die umliegenden Riffe halten den Atlantikschwell fern. Wir segeln in einem geschützten Nationalpark mit einer fantastischen Unterwasserwelt, die wir mit Schnorcheln entdecken können. Unser Segelrevier, wobei wir keine US-Inseln anlaufen werden.
Karibik
Leeward Islands
Von Martinique bis St. Martin, evtl. umgekehrte Route, je nach Verfügbarkeiten
der Yachten
Gaytörn Karibik, Windward Islands, 15. Febr. bis 2. März 2002 Aus dem Tagebuch des Crewmitgliedes Jürg Zbinden,
Paracelsus-Apotheke Abreise 15.02.02 Nach einem langen Flug landen wir total erschöpft in Fort de France. Die schwüle Tropen-Nacht empfängt uns mit all ihren Düften und Liedern. Leider fehlt das Gepäck von Skipper Walti und ich helfe ihm bei den Formalitäten – er tut sich schwer mit dem Französisch. Eine rasante Fahrt mit dem Reederei-Bus beendet unseren Reisetag – endlich sind wir an Bord. Wir puffen das Nötigste ein und genehmigen uns noch einen Schlummertrunk in der Hafenkneipe. Bald wird es ruhig an Bord. Die erste Nacht schlafen wir zwar unruhig – weil ungewohnt .. 16.02.02 ... aber der nächste Morgen ist ganz nach unseren Vorstellungen – einzigartig. Sanfte Hügel umschließen den Hafen, eine leichte Brise weht uns um die Ohren, es duftet nach Salz und Algen und die aufgehende Sonne streichelt unser Gesicht. Langsam beginnt Le Marin Port zu leben, die ersten verschlafenen Gesichter kriechen aus den Kojen – endlich, die See hat mich wieder. Ein grundlegendes menschliches Bedürfnis macht sich breit: Hunger und Kafi-Gluscht. Wir suchen Zuflucht in der Hafenbar: die erste Enttäuschung "en ce moment pas de café"! Also suchen wir uns – allerdings erfolglos – ein nächstes Beizli und landen, komplett verschwitzt nach einer ½-stündigen Odyssee wieder im ersten Spunten. Zur Belohnung gibt’s auch wieder Tartine und Croissants, Milchkaffee, Eier und Orangensaft – jetzt ist die Welt für uns in Ordnung! Die Gruppe trennt sich nach dem petit déjeuner. Hanspeter, Fritz und ich besorgen den Einkauf. Wir stopfen das Schiff für ca. 400 Euro mit Lebensmitteln voll, während unsere 3 Techniker Beat, Christian und Skippper Walti sich um das Schiff kümmern. Im Moment ist Luc an Bord, er erklärt die technischen Belange und ist als Reederei-Vertreter für die Bootsabnahme verantwortlich. Während der Skipper Büroarbeiten mit der Reederei erledigt, machen wir Mittagessen: Tomaten-Gurkensalat. Der Cocktail, Fruchtsaft mit braunem Rum, mundet allen und auch mein Salat wird weggeputzt. Ich begleite Walti nochmals aufs Büro, wir deponieren die Flugretour-Tickets zur Rückbestätigung und fragen erneut nach seinem Gepäck: NICHTS! Also stechen wir in See in eine nahe liegende Bucht und werfen nach kurzer Motorfahrt den Anker. Hier werden wir die erste Nacht verbringen, morgen sehen wir weiter. Die See ladet zum Bade und wir stürzen uns, so wie wir zur Welt gekommen, ins ca. 26 °C warme Wasser. Vom Wasser aus ist unser Schiff noch majestätischer – eine stolze Jacht, wir sind alle zufrieden. Den Happy-Landing-Drink haben wir alle verdient: Rosé und Nüssli. Die Bucht, in der wir liegen, liegt am Fuße von bewaldeten Hügeln und ist mit Palmen umsäumt. Leise dümpeln wir auf den Wellen – eine einzigartige Ruhe umschließt uns und der Zauber der Karibik lässt sich erahnen. Die Mannschaft hat beschlossen, an Land abendzuessen. Beim Eindunkeln machen wir uns landfein und unsere "Techniker" machen das Dingi (Beiboot) parat. Schon das Einsteigen ist ein Abenteuer und so tuckern wir durchs tintenschwarze Wasser – über uns erstrahlen Tausende von Sternen – Richtung Anlegeplatz. Eigentlich geht alles gut, bis auf die letzte Welle, die erwischt uns auf Holländisch: van hinten. Meine Hose ist klitschnass. Aber bei diesen Temperaturen no problem. Das Restaurant entschädigt uns für das nasse Fudi und wir verbringen 2 Stunden mit Lachen und Schmausen, das Festmahl wird musikalisch von Ziegen- und Glocken-Fröschen untermalt, und Christian ist so lieb und entgrätet meinen Fisch – herrlich. Die Rückfahrt zur "Loch Aventure" (Yachtname) wird wiederum feucht und ich hänge meine Hose in die Takelage. Bis zum Morgen ist mein Beinkleid wieder trocken. Natürlich erfordert das erfolgreiche Anlegen mit dem Dingi einen Happy-Landing-Drink – es wird ruhig an Bord. Gute Nacht Freunde. 17.02.02 Schon graut der Morgen. Die See ist noch violett-blau. Wie große
Schiffe fahren die Wolken über uns vorbei. Sie färben sich erst rosa, dann
orange übergehend zu gelb nach weiß und schon bald küsst mich Frau Sonne,
eine ganz tolle Stimmung. Nach und nach kriechen meine Kumpels aus den Kojen,
der Duft von frischem Kaffee weht über Bord, wir machen Frühstück. 18.02.02 Der Skipper ist heute als erster wach. Herrlich duftet der Kaffee
und nach einer erfrischenden Morgendusche besprechen wir den Tag. Marigot Bay
auf Saint Lucia wird das Tagesziel. Eine Überfahrt auf offener See, diesmal
ohne Windschatten. Ich habe beschlossen, präventiv ein Stugeron zu nehmen, man
weiß ja nie, nach dem gestrigen "Flauen-Gefühl"-Erlebnissen, resp.
Empfindungen. 19.02.02 Ein herrlicher Morgen! Noch vor dem Frühstück fahren der Skipper
und ich zum Zollhäuschen. Wir sind etwas zu früh, es bleibt Zeit um 10 l
Wasser zu kaufen. Punkt 0800 Uhr sind wir an der Zollstation, kein Mensch. Es
wird 0900/1000, noch immer niemand. Es ist zum Verzweifeln. Es wirft uns das
ganze Tagesprogram über den Haufen. Wir müssen das Programm kurzfristig ändern.
Statt wie geplant nach St. Vincent überzusetzen, fahren wir halt nun nach
Soufrière, immer noch St. Lucia. Dort soll’s auch noch eine Zollstation
haben. Wir brauchen die blöden Papiere, um weiterzufahren. Nach dem verspäteten
Frühstück wage ich gegen 1100 nochmals einen Versuch, wieder erfolglos. Während
ich diese Zeilen schreibe, legen die andern los: Anker frei! Ein Zittern geht
durch unser Schiff – wir stechen in See! 20.02.02 Wir sind heute früh auf – heute ist die große Überfahrt von
St. Lucia nach St. Vincent. St. Vincent gehört zu den Grenadine Islands. Bei
wunderschönem Segelwetter setzen wir unter vollen Segeln über. Ich lasse mich
von den Wellen in den Schlaf schaukeln und erwache erst wieder, als Christian
Suppe serviert. Schon toll, wenn man sich so verwöhnen lassen kann. Mit 6
Knoten rauschen wir übers Wasser – herrlich das Gefühl! 21.02.02 Die Ereignisse der vergangenen Nacht hinterlassen Spuren. Walti hat
sich wieder etwas hingelegt – verständlich! – er ist schließlich seit 0400
Uhr auf. 22.02.02 Nach dem Frühstück legen wir los. Übrigens, die Brötchen, die
der schwimmende Bäckerjunge bringt, schmecken recht gut. So tuckern wir mit
wenig Wind aus dem Hafen. Hinter uns baut sich eine schwarze Wand auf.
Vorsichtshalber legen wir schon mal unsere Regenschütze parat. Plötzlich geht
es los und binnen Sekunden sind wir pitschnass. Als wir um den letzten Felsen
biegen, hört es auf wie begonnen. Der Himmel reißt auf und der Wind frischt
auf! Segel setzen, der Wind pfeifft ins Tuch, die Loch Aventure legt sich gegen
Steuerbord und schnellt mit 7 Knoten durch die Wellen. Jetzt trübt kein Wölklein
den Himmel, wir installieren uns und legen uns gegen Luv. Kreisch! – Ein
Brecher lässt uns eine Volldusche nehmen. Nicht schlimm, es ist nur Wasser. Der
Wind und die Sonne trocknen unsere nasse Haut und die Badetücher, während wir
den inzwischen schon vertrauten fliegenden Fischen zuschauen und die rasante Überfahrt
genießen. 23.02.02 Das Frühstück machen ist heute mit Tücken verbunden. Der Kafi
leert aus, das Kaffeepulver läuft in den Kühlschrank. Immer noch bläst der
Wind böenartig, man muss alles festbinden. Gegen 0830 flaut es etwas ab, das
Leben an Bord wird erträglicher. Wir werden heute ins Schnorchelparadies Tobago
Cays fahren. Noch müssen wir warten, bis die Ankerplätze der letzten Nacht
freigegeben werden. So ist heute jeder mit sich selber beschäftigt, die einen
fahren mit dem Dingi ins Hotel, die anderen dösen vor sich hin usw. Etwas Muse
muss auch sein, werde mir meine Musik in die Ohren schnallen und etwas für mich
sein. 24.02.02 Da ich gestern schon um 2115 in der Koje lag, bin ich
dementsprechend schon sehr früh wach und darf einen einzigartigen Sonnenaufgang
miterleben. Das Farbenspiel ist unbeschreiblich und wird vom Gekreisch der Seevögel
untermalt. Nach und nach kriechen meine Freunde aus den Kojen, wahrscheinlich
hat sie mein Kaffeeduft geweckt. Nach dem Frühstück kaufen wir bei einem
schwimmenden Händler die fehlenden Lebensmittel und verlassen die Tobago Cays
Richtung Süden. Ziel ist die Palmen-Insel, ein malerisches, der Hauptinsel
Union Island vorgelagertes, Eiland. Schon von Weitem sehen wir den weißen, von
Palmen umsäumten Sandstrand. Wir fischen uns eine rosa Boje und kommen aus dem
Staunen nicht mehr raus. So ein schönes Flecklein Erde – wenn man’s nicht
gesehen hat, man glaubt es kaum. Nach einer, dem obligaten Seebad folgenden
Siesta, beschließt Christian, uns einen Tomaten-Gurken-Salat zu zaubern. Heute
übertrifft er sich selbst. So schön angerichtet! – Fast zu schade, um
reinzuhauen. Ein Gedicht und grad eben recht als Vorbereitung für den Landgang.
Unser Dingi bringt uns zum Strand der Strände. Wow! What a feeling! Ferien wie
im Kuoni-Prospekt. Zwar läuft uns der Schweiß, aber was soll’s – das muss
man erlebt haben. Während ich vom Herumzigeunern nicht genug haben kann, hängt
die Mannschaft schon an der Hotelbar. Der Entschluss, hier abendzuessen, ist
schnell gefasst, man wird uns einen Tisch frei halten. Wieder an Bord,
erfrischen wir uns im Meer – von diesen Wassertemperaturen muss man
profitieren. 25..02.02 Wir sind alle früh auf, Frühstück ist bald gemacht und gegen 0900 laufen wir aus. Ahoi Palmen-Insel, für mich der absolute Höhepunkt des Karibik-Törns. Nach einigen Meilen motoren in den Wind, d.h. Bugwind, also Segeln nicht möglich, setzen wir das Großsegel, drehen dann hart an den Wind und hissen die Genua. Jetzt aber hallo! Mit ca. 7 Knoten pfeilen wir durch das Wasser. Wir können den Kurs hart am Wind beibehalten und kommen so flott voran. Bald schon erkennen wir die zu umschiffenden Felsen, dahinter liegt Petit Mustique. Mustique , unser heutiges Tagesziel, ist die Insel der Superreichen, des Jetsets. Princess Margaret von England, Mike Jagger und andere Größen verkehrten oder verkehren hier. Was soll’s? – Wir sind auf See am Herumzigeunern, für zwei Wochen sind wir die Könige der Meere! Nach dem Bojenfischen im Hafen setzen wir über und genehmigen uns einen Snack und einen Drink in der romantischen Hafenbar. Dann trennen wir uns – die einen gehen einkaufen, Fritz und ich ziehen es vor, den wunderschönen Strand zu Fuß zu erkunden. Ja, ja, hier lässt es sich leben. Als wir wieder in die Hafenbar kommen, sitzt unser Walti allein vor seinem 3. Hurrican David und hat ein wenig glasige Augen. Christian hat Koteletten erstanden und wieder an Bord, montiert er den Bordgrill. Wir freuen uns auf diesen Z’Nacht – Christian, das verfressene Ding – entpuppt sich als erste Küchenfee an Bord. Bravo Christian – schmeckt ausgezeichnet. 26.02.02 Heute ist früh Tagwache. Wir wollen übersetzen nach Port
Elizabeth/Bequia um Frischwasser, Diesel und Esswaren zu kaufen. Auch müssen
wir wieder den Zoll verständigen = ausklarieren. Im Hafen übernimmt der schöne
Henry (weisch Christian, dä mit de schöne Augebraue!) den Lotsen und
Taxidienst. Das kennen wir alles schon. Schnell sind die Chargen erteilt:
Christian, Hanspeter und Fritz einkaufen, Beat und Walti bleiben an Bord für
Wasser und Diesel und meine Wenigkeit bemüht sich um die Zollformalitäten. So
kann ich auch noch ohne Problem schnell ins Internet. In Port Elisabeth treffen
die Landgänger sich wieder und wir genehmigen uns einen Tropical-Fruchtdrink
der allen ausgezeichnet schmeckt. Henry hat unterdessen sein Boot ausgeliehen
und ein Freund schifft uns zu unserem Boot – schade, dem Henry hätten wir
alle noch gerne ein T-Shirt angepasst. Weiter geht’s mit gutem Wind nordwärts.
In der Ferne naht St. Vincent, die Hauptinsel der Grenadinen. Wir steuern eine
Bucht an, die selbst auf der Seekarte namenlos geblieben ist. Petit Byahaut 13°
10,9‘ N 061° 16,3‘ W. Dank GPS finden wir dieses Kleinod auf Anhieb. Ein
Idealplatz für eine Boje, zum Schnorcheln und Nichtstun. Nach dem ersten
Plantschen gibt’s eine Suppe, dann kehrt Ruhe ein auf unserem Schiff. Die
Bucht Petit Byahaut ist beidseitig von schroffen Felsen abgegrenzt, die mit
Aloe, Kakteen und Trockendschungel bewachsen sind. Die Ostseite säumt ein
dunkler Sandstrand, geschmückt mit Palmen und einigen Hütten eines sog.
Zelthotels (seemäßig teuer (ca. 150 USD)). Trotz des Hotels ist es aber sehr
ruhig, von den 6 Yachten, die im Wasser dümpeln, ist kein Lärm zu erwarten.
Wir wundern uns noch, warum dieses Kleinod nicht bekannter ist –
wahrscheinlich ist einfach zu wenig los – Mann/Frau will sich doch
unterhalten, oder? 27.02.02 Gegen 0615 bin ich bereits am Kafi brauen. Um 0700 startet Walti
den Motor und wir machen uns auf die große Überfahrt. Im Windschatten von St.
Vincent ist noch nichts mit Wind resp. mit Segeln, erst als wir ums nördliche
Kap schiffen, setzt der Wind ein. So setzen wir unser Tuch und gleiten ruhig
durch die Wellen. In nördlicher Richtung winken die beiden Pitons – sie
scheinen fast unerreichbar. Die einzige Abwechslung bieten die fliegenden
Fische, die erschreckt, immer gegen den Wind, aus dem Wasser schießen. Vor uns
Wasser, hinter uns Wasser, seitlich Wasser – eine wabernde Masse aus Gischt,
Wind und Wellen. Langsam kommen unsere Landmarken, die Pitons näher. Fritz
offeriert frische Früchte, das verkürzt die Reise. Nicht dass es uns
langweilig wäre – auf See gibt es immer etwas zu tun –, aber nach 9 Stunden
sind wir doch froh, als wir endlich in Marigot Bay Anker werfen. Sofort sind wir
wieder umringt von Händlern – ich bin glücklich, dass ich meine T-Shirts,
Hemden und die Tasche einem armen Fischer auf offener See ins Boot werfen
konnte. Er kann die Sachen sicher besser gebrauchen. 28.02.02 Ich bin wieder früh wach und erwische grad noch den Vollmond, wie er sich hinter dem Hügel verabschieden will. In der Ferne brüllt eine Kuh, Hunde bellen sich ihr "Guten Morgen" zu, leise plätschern die Wellen – ein unbeschreiblicher Friede umschließt mich. Wie schnell wird alles vorbei sein, wenn der Alltag in Marigot Bay erwacht. Heute ist unser letzter Segeltag. Überfahrt nach Martinique Le Marin, vielleicht noch etwas baden – aus! Wehmut erfasst uns, die zwei Wochen an Bord der Loch Aventure waren schnell vorbei – viel zu schnell! So laufen wir, nachdem wir eine Swiss-Watch (Werbegeschenk) von Hans-Peter gegen 10 Brötchen eingetauscht hatten – der neue Besitzer der Uhr wusste gar nicht, wie ihm ward – Richtung Martinique aus. Walti hat etwas Bedenken wegen des Windes – es weht auch nur eine schwache Brise, die kaum Wellen wirft. Zudem ziehen große dunkle Wolken hinter uns auf und ergießen ihre Fracht auf St. Lucia. Als wir aus dem Bereich der Insel fahren, frischt der Wind auf und endlich können wir von Segeln sprechen. Hart am Wind steuert Beat Martinique zu, während wir an Bord herumhängen wie tote Fliegen. Wieder im Bereich von Le Marin genießen wir Gurken-Tomaten-Salat, Oliven und zum Dessert Ananas – unsere letzte Mahlzeit auf See. Wir genießen nochmals das karibische Wasser, dann ist Aufbruch nach Le Marin/Marina, unserem Ausgangspunkt. Wir tanken unser Schiff noch voll und dann heißt es zum letzten Mal Bojen fischen und das Heck beidseitig belegen. Wir sind wieder in Le Marin, haben wieder Handy-Verbindung mit der CH und gehen auf diesen Schrecken in der uns schon bekannten Hafenkneipe einen heben. Dann kurzes Umziehen, unser letztes Abendessen – Gute Nacht. 01.03.02 Tagwache gegen 0700, erster Kaffee, fast wie immer, aber eben nur
fast. Dann beginnen die Aufräumarbeiten. Gegen 1000 wird der techn. Teil des
Bootes von der Reederei überprüft, anschließend Bootsabgabe in der Reederei
und Zollformalitäten. Walti und ich haben schon Übung, alles geht rund. Dann
folgt ein ausgiebiges Z’Morge, die meisten douchen noch und um 1230 nehmen wir
das Taxi zum Flughafen. Wir können noch nicht einchecken, da wir viel zu früh
sind. So stellen wir den Plunder ein und fahren in die nahe Hauptstadt Fort de
France. Quirliger Ort, wie alle südlichen Städte. Schon wieder quält uns der
Hunger, kurzer Imbiss in einem typischen Restaurant. Hier endet auch dieses Tagebuch – der Rest ist nämlich Routine. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen, eine harmonische Gruppe ohne Querelen und Querschläger. Dank an unseren Skipper Walti, der – wie er sehr schön sagte – "Aus erbärmlichen Landratten kleine Seebärchen" machte! Karibische Impressionen
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